++ Begleitveranstaltungen zur Sonderausstellung „Das Wunder der Görlitzer Altstadtmillion“ ++

Noch dreieinhalb Wochen gibt es „Das Wunder der Görlitzer Altstadtmillion“ als Sonderausstellung im Kaisertrutz zu bestaunen. Bislang nutzten rund 5.600 Gäste die Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch. In den nächsten Tagen bieten wir begleitend nochmals verschiedene Veranstaltungen an, zu denen wir Sie und alle Interessierten nochmals herzlich einladen:

++ Familienführung mit Mitmach – Aktion ++

Unsere Museumspädagogin Tina Richter lädt am Donnerstag, dem 12. Oktober 2017, 15:30 Uhr zu einer Führung mit Mitmach-Aktion ein. Wir zeigen in der Ausstellung ein Beispiel, von dem sich die Teilnehmer inspirieren lassen können. Danach können sie ihre eigene Schablone gestalten und dann ganz individuelle Schablonenmalerei anfertigen.

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Zu „Ein(em) Spaziergang durch das Görlitzer Jerusalem“ begrüßt Sie Christian Freudrich am Freitag, dem 13. Oktober 2017, 18:00 Uhr.

Oelberggarten – Foto: Roswitha Wintermann

Als wichtiger Bestandteil der über 500jährigen Heilig-Grab-Anlage spiegelt der Ölberggarten die landschaftliche Fortsetzung der Jerusalemer Topografie wieder. Dies macht das Gesamtensemble um das Heilige Grab hier in Görlitz besonders, wenn nicht gar einzigartig. Mit dem Ausgang des Mittelalters wurden neben der Kopie des Heiligen Grabes von Jerusalem auch die in der Bibel überlieferten Ereignisse um den Vorabend des Karfreitags in die Görlitzer Gartenlandschaft übertragen. In beeindruckender Weise gestaltete Gartendirektor Heinrich Diekmann in den Jahren 1923 bis 1929 den über Jahrhunderte überlieferten und aus einer Passionsfrömmigkeit heraus entstandenen Landschaftsraum zu einem öffentlichen Garten mit wohl durchdachter Inszenierung.
Bei einem Spaziergang durch den Ölberggarten stehen neben dem gartenkünstlerischen Gestaltungsabsichten auch die verwendeten Pflanzen im Mittelpunkt.
Angesicht der Jahres- und Tageszeit empfehlen wir Ihnen, eine Taschenlampe mitzubringen.
Treff: Ölberggarten, Eingang Luthersteig (unterhalb des Krematoriums)
Kosten pro Person: 5,00 Euro/ermäßigt 3,50 Euro

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Was den Städtischen Friedhof mit der Altstadtmillion verbindet, erklärt die Leiterin des Eigenbetriebes, Evelin Mühle, am Dienstag dem 17. Oktober 2017, 17:00 Uhr.
Die Restaurierung des Galvanoengels in der Hoffmann-Grabstelle (Druckerei Hoffmann & Reiber) war das erste Projekt. Gefördert mit 5.000 DM und mit Hilfe von Denkmalmitteln des damaligen Regierungspräsidiums und vielen Spenden aus der Bevölkerung wurden 55.700 DM für die Restaurierung der wertvollen Plastik, der Vasen, der Ketten sowie für die Neufundamentierung der Natursteine aufgewendet. Damals entstand zur Akquise von Spendengeldern der „Engelbummel“, ein Spaziergang zu den Engeln des Friedhofes, der seitdem einmal im Jahr auf dem Programm steht. Unter dem Motto „Money, Money, Money“ wird Evelin Mühle Interessierten weitere Beispiele des Engagements der Altstadtstiftung zeigen.
Treffpunkt ist am Friedhof, Eingang Alexander-Bolze-Hof.
Kosten pro Person: 5,00 Euro/ermäßigt 3,50 Euro

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Stahlhaus – Foto: Markus Hilbich Berlin

Gerd Wähner ist in der familieneigenen Gärtnerei im Stadtteil Weinhübel groß geworden und führt den Familienbetrieb seit 1999. Schon immer träumte er von einem Einfamilienhaus auf dem Grundstück. 2013 konnte er sich diesen Traum mit Unterstützung durch die Altstadtstiftung und die Denkmalpflege erfüllen. „Die Räume sind klein, aber es passt. Was mich besonders an dem Haus gereizt hat – es kann nicht abbrennen und auch nicht wurmstichig werden.“, erklärt der Eigentümer dieses ganz besonderen Hauses, das nicht nur äußerlich durch seine mintgrüne Farbe auffällt. Das Stahlhaus  ̶  ein Fertighaus „Haus Norm Ia Sonne“ der Leipziger Tresorbaufirma Braune & Roth  ̶  befand sich ursprünglich in der Reichenbacher Straße 18. Die Konstruktion ist eine Mischform aus Tafel- und Skelettbauweise. Die Grundstruktur bilden Stahlträger, an denen vorgefertigte Stahltafeln montiert sind. Von der Altstadtstiftung wurden die Umsetzung des Hauses und die Aufarbeitung der Stahlteile gefördert. Mehr über das Haus und seine Geschichte erfahren Sie am Freitag, dem 20. Oktober 2017. Gerd Wähner öffnet 18:00 Uhr die Türen des wohl exotischsten Hauses in der Friedrich-Engels-Straße 25 für max. 15 Personen zum Eigentümergespräch.
Voranmeldung erbeten unter Telefon 03581/67-1420.
Kosten pro Person: 5,00 Euro/ermäßigt 3,50 Euro

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Eine Woche später wird Christian Freudrich vom Sachgebiet Stadtgrün bei einem Fotovortrag über die „Inszenierte Landschaft – Das Kidrontal und das Heilige Grab in Görlitz“ sprechen.
Dank der Unterstützung durch die Görlitzer Altstadtstiftung konnten im Ölberggarten in den vergangenen Jahren einzelne Gartenabschnitte saniert werden. Ausgehend von der historischen Entwicklung des Ölberggartens werden in einem Bildervortrag die bereits realisierte Sanierungsschritte mit der Streuobstwiese und der Rosenterrasse vorgestellt und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklung gegeben.
Die große Wiese im Ölberggarten veranschaulicht in Görlitz den Olivenhain des Ölberges von Jerusalem und bildet heute einen bedeutenden, innerstädtischen Streuobstbestand. Durch die vorangegangenen Erneuerungen konnten 100 Apfel- und Birnenbäume nachgepflanzt  werden. Der Neubau von Gartenwegen die Aufstellung von Lehrtafeln macht den Besuchern diesen Gartenabschnitt wieder erlebbar. So sind nicht nur die klangvollen Namen alter Apfel- und Birnensorten, wie  „Von Zuccalmaglios Renette“, „Schöner von Herrnhut“, „Lausitzer Nelkenapfel“, „Wintergoldparmäne oder  „Vereinsdechantsbirne“ zu lesen sondern auch viel Wissenswertes über die Obstsorten zu erfahren. Mit der Sanierung der Rosenterrasse gelang schließlich die Aufwertung einer der schönsten Aussichtspunkte auf die Görlitzer Stadtsilhouette.
Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen und bebilderten Vortrag am Freitag, dem 27. Oktober 2017, 18:00 Uhr im Barockhaus Neißstraße 30!

Beitrag: Kerstin Gosewisch – Öffentlichkeitsarbeit Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur